Ein wenig Philosophie der Visionssuche

Abbildung: Feder und Räucherwerk

Die Visionssuche knüpft an eine der ältesten Heilungs- und Übergangsrituale unserer Vorfahren an. In fast allen Kulturen und Religionen gab es diese Tradition in Zeiten des Übergangs aus einer Lebensstufe in die andere. Diese rituelle Suche wurde ›Quest‹ gennant.

Visionssuchen finden heute in vielfältiger Weise statt: Manche entdecken die Pilgerwege neu, andere gehen für eine Zeit ins Kloster. Viele zerbrechen sich den Kopf, ohne zu ahnen, dass ihr Leben längst weiß, wohin der Weg gehen soll.

Unsere Visionssuche findet in Gemeinschaft ebenfalls Suchender statt. Wir bieten einen strukturierten Rahmen. Wir feiern Rituale und entdecken unsere eigene Spiritualität neu. Die Natur selbst wird zur weisen Lehrerin in der Suche nach dem tiefen Sinn des eigenen Lebens.

Visionssuchende verlassen ihre gewohnte Welt und Gemeinschaft und stellen sich im Unbekannten den Herausforderungen ihres Lebens. Sie trennen sich für einige Zeit von den Annehmlichkeiten der Zivilisation und bleiben vier Tage und vier Nächte allein und fastend in der Natur. So gewinnen sie Raum für neue Erfahrungen.

In dieser Zeit beginnen die meisten Suchenden ihre Lebensfragen anders, neu wahrzunehmen. Sie gewinnen ein tieferes Verständnis für sich selbst, die Natur, die Gemeinschaft, für ihre eigene Spiritualität. Der Blick in die Zukunft wird weiter, Fragen klären sich. Das Wissen um die Verantwortung für das eigene Leben, die Fähigkeit, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen, wächst.

Bild: Adler fliegt
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